
Wissenskulturen der Musikwissenschaft
Generationen - Netzwerke - Denkstrukturen
Reihe: Musik und Klangkultur
Jahr: 2016
Sprache: Deutsch
Umfang: 318 S.
Verfügbar
- Inhalt:
- Wie könnte eine soziologisch fundierte und historisch informierte Wissenschaftsforschung der Musikwissenschaft aussehen? Welche Möglichkeiten bietet sie, wo stößt sie an Grenzen? Wie »funktioniert« Musikwissenschaft? Die Beiträger_innen unterschiedlicher Generationen und Disziplinen hinterfragen historische und soziologische Bedingungen von Forschungspraxis und Wissensproduktion. Sie untersuchen Generationen und Netzwerke, Denkstrukturen, Sprachen und Kulturen, Methoden und Medien der Musikwissenschaft.So werden fachspezifische Fragen der Musikwissenschaft mit allgemeinen Überlegungen zu Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftssoziologie verknüpft. ... mit den Herausgebern1. Warum ein Buch zu diesem Thema?Wissen über Musik entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern ist an wandelbare Rahmenbedingungen und Praktiken gebunden. Deshalb ist es wichtig, darüber nachzudenken, wie Musikwissenschaft funktioniert und wie sie sich historisch entwickelt hat – für MusikwissenschaftlerInnen, die sich im eigenen Fach orientieren, und für Musikinteressierte, die unter die Oberfläche der wissenschaftlichen Ergebnisse schauen wollen.2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?Der Band fächert diverse Wissenskulturen der Musikwissenschaft beispielhaft auf: generationell, netzwerk- oder denkstrukturell, sprachlich, kulturell oder medial bedingte. Das ist methodisch neu innerhalb der Musikwissenschaft. Gleichzeitig öffnen wir so die Diskussion über die Musikwissenschaft hinaus für die interdisziplinäre Wissenschaftsforschung. Wichtig ist uns auch die generationenübergreifende Perspektive: In unserem Band kommen Wissenschaftler_innen von der Doktorandin bis zum emeritierten Professor zu Wort.3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?Die Geschichte der Musikwissenschaft ist derzeit ein vieldiskutiertes Thema, u.a. im Zusammenhang mit Nationalsozialismus und Nachkriegszeit. Bei zahlreichen Gesprächen und Tagungen entstand v.a. unter jüngeren Wissenschaftler_innen das Bedürfnis, sich grundsätzlich mit Denkstrukturen und Netzwerken des Fachs auseinanderzusetzen. Der Band geht auf eine 2015 an der Universität Oldenburg veranstaltete Tagung zurück, die Geschichte und Soziologie der Musikwissenschaft mit methodischen Überlegungen zur Wissenschaftsforschung verband.4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?Fachübergreifend mit Wissenschaftshistoriker_innen und Wissenschaftssoziolog_innen, denn Musikwissenschaft ist als historisch, empirisch und ethnologisch arbeitende Disziplin ein besonders interessantes Fallbeispiel für die Wissenschaftsforschung insgesamt. Natürlich mit Musikwissenschaftler_innen, die sich über die Bedingungen des eigenen Forschens klarwerden möchten. Und allgemein mit Musikinteressierten, die neugierig sind, wie Wissen über Musik entsteht.5. Ihr Buch in einem Satz:Wissenschaftler_innen aus Musikwissenschaft, Soziologie, Geschichtswissenschaft und Germanistik fragen nach den Bedingungen musikwissenschaftlicher Forschung.
Anna Langenbruch, geb. 1979, ist Professorin für Kulturgeschichte der Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seit 2016 leitet sie dort die Forschungsgruppe zu »Musikgeschichte auf der Bühne« im Emmy Noether-Programm der DFG. Sie forscht und veröffentlicht zur Kulturgeschichte von Exil und Migration, zu intermedialer Musikhistoriographie, zum Musiktheater des 18. bis 21. Jahrhunderts sowie zu Wissenschaftsgeschichte und Gender Studies.
Ina Knoth (Dr. phil.), geb. 1983, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg.
Moritz Kelber (M.A.), geb. 1983, ist Forschungsassistent an der Universität Salzburg.
Sebastian Bolz (M.A.), geb. 1987, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kritischen Ausgabe der Werke von Richard Strauss.
Titelinformationen
Titel: Wissenskulturen der Musikwissenschaft
Reihe: Musik und Klangkultur
Redakteur: Bolz, Sebastian ; Kelber, Moritz ; Knoth, Ina ; Langenbruch, Anna
Verlag: transcript Verlag
ISBN: 9783839432570
Kategorie: Sachmedien & Ratgeber, Musik, Nachschlagewerke
Dateigröße: 636 KB
Format: PDF
Max. Ausleihdauer: 21 Tage