Onleihe. Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart

Seitenbereiche:

Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart

Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart

serial: Edition Museum

Year: 2016

Language: German

Scope: 344 p.

Available

Contents:
Wie verändert sich Museumsarbeit, wenn Ausstellen und Vermitteln als integriertes Konzept verstanden werden?Im Kontext der kritischen Museologie befragen Museen ihre gesellschaftliche Rolle und entwerfen sich als Orte des Wissensaustauschs und einer beteiligungsorientierten Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart. Vermittlung versteht sich dabei als eigenständige Praxis, welche Ausstellungen und Institutionen hinterfragt, erweitert und verändert.Der Band versammelt Beiträge internationaler Vertreter_innen verschiedener Museumstypen, die Einblick bieten in die vielfältigen Positionierungen und die Übersetzung der »großen Entwürfe« in die Praxis. ... mit den Herausgebern1. Warum ein Buch zu diesem Thema?Ausstellen und Vermitteln stehen seit Beginn der Professionalisierung von Museumsarbeit in einem hierarchischen Verhältnis zueinander: Demnach kommt erst die Ausstellung, danach bemüht sich die Vermittlung um eine reibungslose Kommunikation ihrer Inhalte an ein möglichst großes Publikum. Diese Anordnung ist insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten in Bewegung geraten: Die Grenzen zwischen den beiden Arbeitsbereichen werden durchlässiger. Hier setzt diese Publikation an.2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?Die markanten Verschiebungen der Handlungsparadigmen und imaginierten Funktionen von Museen finden sich gegenwärtig noch vorwiegend auf Konzeptebene. In der institutionellen Realität ereignen sich die damit verbundenen Raum- und Handlungserweiterungen graduell: Vor diesem Hintergrund haben wir die Beiträge den Kapiteln ›Ausstellen‹ und ›Vermitteln‹ als ›Erweiterung des Displays‹, als ›Erweiterung des Museums‹, als ›gesellschaftliche Intervention‹ und als ›Dekolonialisierung‹ zugeordnet, die jeweils von einer Einführung begleitet werden. Diese Kategorisierungen möchten wir als heuristische Setzungen verstehen, welche eine Kontextualisierung gegenwärtiger Praxen des Ausstellens und Vermittelns sowohl in der feldinternen Debatte als auch innerhalb gesellschaftlicher Entwicklungen unterstützen sollen.3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?Gegenwärtig wird die gesellschaftliche Rolle von Museen und Ausstellungsinstitutionen in der Forschung und Praxis stark diskutiert. Museen orientieren sich – weg von ihrer starken Fokussierung auf die Objekte – hin zur Gesellschaft, zu den Nutzenden. Sie entwerfen sich als Orte des Wissensaustauschs und als Schauplätze einer beteiligungsorientierten Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart.Die Erkenntnisse der kritischen Museologie haben darüber hinaus zu einem Verständnis von Museen als historisch gewachsene, machtvoll in ein soziales Gefüge intervenierende Akteure beigetragen, die nie neutral sind, sondern sich durch ihr Handeln immer schon gesellschaftlich positionieren. Mit dieser Publikation möchten wir zu einer Diskurs- und Theoriebildung beitragen, die auf der Verhandlung unterschiedlicher Erfahrungszusammenhänge und Wissenstraditionen beruht.4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?In einem Roundtable mit Teilnehmer_innen von der ICOM bis zu Stadtteilaktivist_innen.5. Ihr Buch in einem Satz:Ein vielstimmiges Plädoyer für ein neues Verhältnis von Ausstellen und Vermitteln.
biography:

Thomas Sieber (Prof.) ist Kulturwissenschaftler und lehrt mit einem Schwerpunkt in Geschichte und Theorie von Museum, Ausstellung und Kulturvermittlung an der Zürcher Hochschule der Künste. Lehraufträge und Forschungsaufenthalte führten ihn an die Universitäten Luzern und Basel, die Universität der Künste Berlin, die HGK Luzern und die School of Museum Studies der University of Leicester.

Angeli Sachs (Prof.) ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Museologin. Sie war Leiterin des MA Art Education Curatorial Studies an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Kuratorin und Leiterin Ausstellungen am Museum für Gestaltung Zürich.

Carmen Mörsch ist ausgebildet als Künstlerin, Kulturwissenschaftlerin und Kunstvermittlerin. Sie ist Professorin für Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Mainz, Johannes Gutenberg-Universität, und Mitglied des internationalen Netzwerks »Another Roadmap for Arts Education« und des Kollektivs »ear – education and arts research«.

Title: Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart

serial: Edition Museum

Editor: Mörsch, Carmen ; Sachs, Angeli ; Sieber, Thomas

Publisher : transcript Verlag

ISBN: 9783839430811

Category: Non-Fiction & Guidebooks, Art, Culture & Media, Architecture

File size: 2 MB

Format: PDF

2 Copies
1 Available
0 Reserved items

Loan period: 21 days