
Forschung im Queerformat
Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung
Reihe: Queer Studies
Jahr: 2014
Sprache: Deutsch
Umfang: 312 S.
Verfügbar
- Inhalt:
- Menschen, die nicht ins heteronormative Raster der Gesellschaft passen, werden auch heute noch in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Forschung und Wissensvermittlung helfen, diesen Diskriminierungen und bestehenden Vorurteilen zu begegnen und Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI*) aufzubauen.So beschäftigen sich zahlreiche Forschungsarbeiten mit den Lebenswelten von LSBTI* in Vergangenheit und Gegenwart. In bisher einzigartig vielfältiger Zusammenstellung geben Expert_innen in diesem Band einen Einblick in ihre LSBTI*-Forschungsarbeit und diskutieren aktuelle Forschungsperspektiven. Die Beiträge zeigen Forschungslücken auf und erörtern die gesellschaftliche Bedeutung von »Forschung im Queerformat«. ... mit Jörg Litwinschuh1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?Gegenfrage: Was ist spannender als menschliche Vielfalt, was wichtiger als Forschung abseits traditioneller Pfade, was dringlicher als Aufklärung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie der Kampf gegen Diskrimierung?2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?›Queer und Quer‹ – das ist das Wortspiel im Titel des Buchs. Quer wie querstellen: Die Buchbeiträge fordern in großer Bandbreite die heteronormativen Sexualitäts- und Geschlechterkonstruktionen ebenso heraus, wie die universitäre Mainstream-Forschung. Bei aller Kritik und Dekonstruktion geht es hier auch um den produktiven Austausch in den Wissenschaften, neue Vernetzungen und die nachhaltige Wirkung in die Gesellschaft hinein.3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?Das Buch bringt historische, soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven zusammen. Es zeigt Forschungsvielfalt, weist auf Forschungslücken hin und will queere Sichtweisen im akademischen Bereich und in der Bildungsarbeit voranbringen. Die Schnittstellen mit Zukunftsthemen sind vielfältig: Menschenrechte, Migration, Familienstrukturen, Arbeitswelten, Demographie.4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?Leider sind Zeitreisen nicht möglich. Doch am liebsten würde ich mit Magnus Hirschfeld (1868-1935) und Johanna Elberskirchen (1864-1943) gemeinsam darüber diskutieren. Es wäre doch interessant, was diese Pioniere der Sexualwissenschaft, der homosexuellen Emanzipation und der Rechte der Frauen von der Weiterentwicklung von Forschung und Gesellschaft in den vergangenen 80 Jahren halten. Und natürlich würde ich den beiden etwas von Conchita Wurst erzählen.5. Ihr Buch in einem Satz:Für alle, die sich für LSBTI*-Forschung im anderen, im queeren Format interessieren – jenseits des Mainstreams.
Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld versteht sich als Impulsgeberin für die Erforschung und Darstellung geschichtlicher Zusammenhänge und aktueller Entwicklungen hinsichtlich der Diskriminierung und des Alltags von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Personen (LSBTTIQ). Die Bundesstiftung initiiert Bildungsmaßnahmen und -veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt, die zu mehr Akzeptanz von LSBTTIQ-Lebensweisen in unserer Gesellschaft beitragen.
Titelinformationen
Titel: Forschung im Queerformat
Reihe: Queer Studies
Mitwirkende: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Verlag: transcript Verlag
ISBN: 9783839427026
Schlagwort: Geschichte, Homosexualität, Deutschland
Kategorie: Sachmedien & Ratgeber, Gesellschaft, Nachschlagewerke
Dateigröße: 203 KB
Format: PDF
Max. Ausleihdauer: 21 Tage