Onleihe. Abfälle in deutschen Fließgewässern

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Weltweit gelangen Abfälle in die Meere und Ozeane. Kunststoffe stehen aufgrund ihrer per-sistenten und ökotoxischen Eigenschaften im Fokus der mit dem Abfalleintrag entstehenden Umweltproblematiken. Im Rahmen der Promotion wurde untersucht, in welchem Ausmaß es in den Fließgewässern in Deutschland zu Einträgen von Abfällen kommt und in welchem Maße die Fließgewässer zur Vermüllung der Weltmeere beitragen. Dazu wurde in und an verschiedenen Fließgewäs-sern das Abfallaufkommen erfasst und hinsichtlich der Zusammensetzungen analysiert. Wei-terhin wurden die Eintragspfade der Abfälle ermittelt und mögliche Vermeidungsmaßnahmen erarbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass Makroabfälle (> 5mm) überwiegend als Kunststoffe in Form von Verpackungen sowie Fragmenten von Folien und Styropormaterialien auftreten. Der Eintrag in die Fließgewässer erfolgt meist über Verwehungen und Einschwemmungen von gelitterten Abfällen aus dem Gewässeranstreifen. Mikroabfälle (1 - 5 mm) treten überwiegend als Kunststofffolienfragmente und Kunststoffpellets auf. Sie entstehen durch Fragmentierung von Makroabfällen im Gewässer oder werden über Entwässerungssysteme in die Fließgewässer eingetragen.