Onleihe. Mit Blick auf See

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"Ich hätte nicht öffnen sollen. Hätte tun sollen, als sei ich nicht zuhause." Nominiert für den Alfred-Döblin-Preis Es klingelt, doch sie kennt hier niemanden. Vor der Tür steht ein fremder junger Mann, er nennt sich Alexander Vogler und behauptet, Béatrice sei mit seiner Mutter Helga befreundet gewesen. Béatrice ist gerade beim Auspacken, sie ist umgezogen, von der Stadt in eine alte Mühle an einem See. Was weiß dieser Mann von ihrem Leben? Er aber möchte wissen, warum seine Mutter Anfang 1977 für drei Jahre spurlos verschwand. Béatrice kann sich an nichts erinnern, beginnt aber bald zu zweifeln: Ist Helga vielleicht Hah, in die sie uneingestanden verliebt war? Musste Hah als Sympathisantin in jenen hochpolitisierten Jahren untertauchen? Das Porträt einer Frau, in deren Leben die Geschichte der Bundesrepublik aufscheint, ein Roman über die Unsicherheit der Erinnerung, über die Rückkehr in die Provinz. Ein Buch, das die Frage aufwirft, wie wir uns der eigenen Geschichte stellen.

Autor(en) Information:

Odile Kennel wurde 1967 in Bühl /Baden geboren und wuchs zweisprachig auf (deutsch-französisch). Sie studierte Kultur- und Politikwissenschaften in Tübingen, Berlin und Lissabon sowie Kulturmanagement in Bukarest und Dijon. Seit 1999 lebt sie in Berlin. Von 1996 bis 2004 arbeitete sie in der Kulturvermittlung. Odile Kennel übersetzt Lyrik aus dem Französischen, Portugiesischen und Spanischen. 2000 veröffentlichte sie die Erzählung ›Wimpernflug‹ und 2011 ihren ersten Roman ›Was Ida sagt‹. 2013 folgte ihr erster eigener Gedichtband, ›oder wie heißt diese interplanetare luft‹. Sie wurde bereits mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Würth-Literaturpreis. 2016 wurde Odile Kennel von der Autorinnenvereinigung zur Autorin des Jahres gewählt.