Onleihe. Wildnisbildung

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Das Interesse an Wildnis und am Erleben verwildernder Natur ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Dies bietet neue Chancen für die Bildungsarbeit. Nationalparke und andere Großschutzgebiete stehen vor der Herausforderung, die Wildnis-Sehnsucht aufzugreifen und die Besucher mit attraktiven Bildungsangeboten für den Schutz der verwildernden Natur zu gewinnen. Dabei können wichtige Schlüsselthemen der nachhaltigen Entwicklung vermittelt werden. Unter der Maxime "Natur Natur sein lassen" eröffnet die Wildnisbildung neue Perspektiven auf das Mensch-Natur-Verhältnis, den Wert der biologischen Vielfalt und die Bedeutung des persönlichen Lebensstils für den Mitweltschutz. Im Selbstverständnis und in den Bildungskonzeptionen vieler deutscher Nationalparke und anderer Großschutzgebiete spiegeln sich diese Potenziale bislang aber nur unzureichend wider. Erfahrene Wildnisbildungs- und Naturschutzexpertinnen und -experten zeigen auf, wie das originäre Erleben verwildernder Natur mit Schlüsselthemen nachhaltiger Entwicklung bildungswirksam verknüpft werden kann. Dabei liegt ihr Fokus auf Praxisprojekten, insbesondere dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Bildungsprogramm "Waldscout - Wildnisexpedition" im Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Autor(en) Information:

Berthold Langenhorst ist Referent für Umweltkommunikation beim NABU Hessen und Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte der Jugendburg Hessenstein. Alexander Bittner leitet das Referat Umweltbildung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und nimmt einen Lehrauftrag an der Universität Freiburg zu den Themen Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Bildung und Kommunikation im Nationalen Naturerbe wahr. Armin Lude ist Diplom-Biologe und Professor für Biologie und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Institut für Naturwissenschaften und Technik.