Onleihe. Küstenmentalität und Klimawandel

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Küsten haben seit jeher die Menschen in besonderem Maß herausgefordert, als außerordentlich attraktive Lebensräume und Ausgangspunkt für die Seefahrt einerseits, und als oftmals stark gefährdete Zonen andererseits. Zudem befinden sich Küstenlinien stets im Wandel, nicht zuletzt durch die Veränderungen des Meeresspiegels, wie sie der schon eingeleitete Klimawandel in nächster Zeit noch verstärkt bewirken wird. Die Wattenmeerküste der Nordsee wird davon besonders betroffen sein. Das vorliegende Buch bietet interdisziplinäre Beiträge zur Debatte über die kulturellen und sozialen Herausforderungen durch den kommenden Küstenwandel. Geschichtlich entwickelte Haltungen werden sich ändern müssen, um die Anpassung an das Unvermeidliche zu meistern. Denn die absehbaren Folgen des Klimawandels bedeuten auch Verunsicherungen für die mentalen Konzepte der Küste, für die Dispositionen und Handlungsstrategien im Umgang mit dem Grenzbereich zwischen Meer und Land.

Autor(en) Information:

Ludwig Fischer, 1978 bis 2004 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg, nach Tätigkeiten an den Universitäten Tübingen, Stockholm, Berlin (TU). Arbeiten vor allem zur deutschen Literatur nach 1945, zur Kultur- und Mediengeschichte, zum Dokumentarfilm, zur Popularkultur. Seit Mitte der achtziger Jahre viele Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte des Nordseeküstenraums, zur Landschaftsästhetik und Landschaftstheorie und zu Entwicklungen des Naturschutzes. Karsten Reise,Leiter der Wattenmeerstation Sylt des Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung und Professor für Küstenökologie an der Christian Albrechts Universität Kiel. Meeresbiologe und Küstenforscher, der seit 35 Jahren das Wattenmeer und andere Gezeitenküsten ökologisch untersucht.