Onleihe. Unternehmer sind die besseren Entwicklungshelfer

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Die deutsche Wirtschaft hat ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, das 'Corporate Social Responsibility (CSR)', zu einem Kernthema gemacht. Langfristige CSR-Strategien lösen das Shareholder Value Denken ab. Nachhaltigkeitsberichte haben Konjunktur. Die Konzerne stellen CSR-Manager ein und beantworten die Fragen der Ratingagenturen. Im Zuge des dynamischen Globalisierungsprozesses bietet das CSR transnationaler Unternehmen neue Chancen für die Schwellen- und Entwicklungsländer. Zahlreiche Einzelbeispiele zeigen, dass Firmen in Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Afrika exzellente Entwicklungshelfer sein können. Langfristige kommerzielle Strategien führen zur Sicherung ihrer Wertschöpfungsketten und gleichzeitig zu bedeutenden sozialen und ökologischen Wirkungen in den unterentwickelten Volkswirtschaften. Die konventionelle Entwicklungshilfe hat diesen Potenzialen kaum vergleichbare Erfolge gegenüber zu setzen. 'Public Private Partnership (PPP)' könnte unsere Bemühungen, das weltweite Elend zu überwinden, beflügeln. Die UN-Millenniumsziele der Armutsbekämpfung, auf welche sich die Staats- und Regierungschefs 2000 geeinigt haben, können ohne die Privatwirtschaft nicht erreicht werden. Entwicklungshilfe und Privatwirtschaft sind in den Ländern des Südens bisher getrennt aufgetreten und haben ihre gegenseitigen Vorurteile gepflegt. Sie müssen zusammen arbeiten und können viel voneinander lernen.

Autor(en) Information:

Dr. Heinecke Werner wurde 1941 geboren und ist seit mehr als 30 Jahren in der Entwicklungshilfe tätig. Als Landwirt, Volkswirt und Gesundheitsökonom hat er mehr als 150 entwicklungspolitische Gutachten verfasst. Vor acht Jahren gründete er WiN=WiN Agentur für globale Verantwortung. Die GmbH konzentriert sich auf die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in den Entwicklungsländern.