Onleihe. Identität und Gewalt

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"Gewalt wird dadurch angefacht, dass man leichtgläubigen Leuten, die in die Hände von kundigen Fachleuten des Terrors fallen, ausschließliche Identitäten aufschwatzt." Amartya Sen Identität kann eine Quelle von Stolz und Freude, Kraft und Selbstvertrauen sein - und sie kann töten. Hemmungslos töten. Das geschieht dann, wenn Identität durch die Ausgrenzung von anderen Menschen zementiert wird und Differenz in Hass umschlägt. Aber diese zementierten Identitäten sind eine Konstruktion. Lange vor dem Aufstieg identitärer Bewegungen überall auf der Welt hat der indische Philosoph und Nobelpreisträger Amartya Sen in diesem großen kleinen Buch gezeigt, dass Identitäten niemals statisch sind und kein Mensch nur eine einzige Identität besitzt. Es hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren und zeigt mit wunderbarer Klarheit, warum die Einsicht in die universale Vielfalt der menschlichen Existenz der Schlüssel zu einer friedlicheren Welt ist.

Autor(en) Information:

Amartya Sen ist Professor für Philosophie und Professor für Ökonomie an der Harvard University. 1998 erhielt er den Nobelpreis für Ökonomie, 2020 wird ihm der Friedenspreis des deutschen Buchhandels zuerkannt. Für seine Arbeiten wurden ihm mehr als 100 Ehrendoktorate auf der ganzen Welt verliehen.

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